Di. 30.04. Rojava Health Care Network – medizinischer Aufbau in Rojava/Nordsyrien (mit Dr. Swaantje Illig)

Vortrag & Diskussion: Rojava Health Care Network – medizinischer Aufbau in Rojava/Nordsyrien (mit Dr. Swaantje Illig)

30.04. 19 Uhr, Uni Leipzig, Campus Augustusplatz, HS10

Dr. Swaantje Illig arbeitet regelmäßig seit 2015 als Ärztin in Rojava/Westkurdistan in Nordsyrien.

Als Teil ihrer Arbeit vor Ort initiierte Sie das Projekt „Health Care Network“, in dem Menschen vor Ort zu Mediziner_Innen ausgebildet werden und beteiligt sich am Bau eines Krankenhauses für Frauen und Kinder.

Damit wird gegen ein Mangel an medizinischen Fachpersonal und technischer Ausstattung zur Versorgung der Menschen gearbeitet.

Dabei ist das Rojava Health Care Network Schnittstelle zwischen dem im Aufbau befindenden selbstverwalteten Gesundheitssystem in Rojava/Nordsyrien und Menschen in Deutschland.

Sie vertreten vor Ort mit ihrer Arbeit das Prinzip des solidarischen Gesellschaftsentwurfes, in dem die Bedürfnisse des Menschen Kern der Versorgung sein sollen.

Rojava/Nordsyrien bietet durch seine basisdemokratische Organisation eine konkrete Utopie, die durch das „Health Care Network“ unterstützt wird, unabhängig von profitorientierten Interessen.

 

Dr. Swaantje Illig berichtet über Motive und Erfahrungen und wird in ihrem Vortrag darüber hinaus über die Situation vor Ort, speziell seit dem völkerrechtswidrigen Angriff der Türkei auf die Region Afrin berichten und informieren, wie die Situation der geflüchteten Familien aus Afrin ist, die derzeit in Flüchtlingslagern in der Region Shebha leben.

Sie wird aufbauend auf ihren Erfahrungen in Rojava die Möglichkeit geben über Gesundheit im Verhältnis zu Gesellschaft zu diskutieren und über die Frage eines Auswegs aus der profitorientierten Medizin.

Verschoben! Jetzt am Mo. 29.04. Vortrag: Türkische Kommunist*innen in Leipzig und der DDR

Mo. 29.04. Vortrag: Türkische Kommunist*innen in Leipzig und der DDR (mit Nelli Tügel)

(Dies ist der aktuelle Termin, der ursprünglich am 08.04. geplanten Veranstaltung.)

Uni Campus, Augustusplatz 10; HS 6

 

Vortrag und Diskussion über ein bis heute unbekanntes Kapitel migrantischer Geschichte in Leipzig

Mehr als 30 Jahre war Leipzig der Exil-Hauptsitz der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP), deren Mitglieder in der Türkei verfolgt wurden. Mitarbeiter der Leipziger Parteizentrale der TKP lebten in der Stadt, ihre Kinder besuchten Leipziger Schulen – all dies geschah allerdings unter strenger Geheimhaltung.

Von Leipzig aus organisierte die TKP bis zur Auflösung des Exil-Hauptsitzes (Ende der 1980er Jahre) unter anderem Aktivitäten in Westdeutschland sowie in der Türkei.

Nelli Tügel, Journalistin beim „neuen deutschland“, ist selbst Tochter eines der türkischen Exil-Kommunisten, die in die DDR emigriert sind und dort gelebt haben. Sie hat aus verschiedenen Archiven umfangreiches Material über das Leben von türkischen politischen Emigrant*innen in der DDR zusammengetragen und recherchiert, wie sich türkische Linke in den 1970er und 1980er Jahren zwischen der Türkei, der Bundesrepublik und der DDR organisierten und vernetzten.

 

 

Neue Kurdisch-Kurse (Kurmancî) für Studierende ab Februar 2019

Neue Kurdisch-Kurse (Kurmancî) für Studierende ab Februar 2019:

Nach 2 erfolgreichen Kurdisch-Kursen im Sommer- und Wintersemester 2018 organisieren wir ab Februar 2019 2 neue Kurse:

– für Anfänger_Innen: mittwochs, ab 16 Uhr, ab dem 13.02.2019

– für Fortgeschrittene mit Grundkenntnissen: mittwochs, ab 16 Uhr, ab dem 20.02.2019

Die Teilnahme ist kostenlos und Teil einer studentischen Initiative zur Anerkennung der kurdischen Sprache an der Uni Leipzig.

Veranstaltungsort: Uni Leipzig Campus am Augustusplatz.

Anmeldung per mail an: ag_kurdistan @ riseup.net

Do. 28.02. Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei – Buchvorstellung, Vortrag, Podiumsdiskussion

Do. 28.02., 19 Uhr, Buchvorstellung, Vortrag, Podiumsdiskussion:

Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei“

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Harkortstr.10, Leipzig

Alp Kayserilioğlu, Politikwissenschaftler, Schriftsteller und Journalist stellt in seinem Vortrag zur sozio-ökonomischen Situation der Türkei die Hintergründe der andauernden Massenmobilisierung nationalistischer und islamistischer Gruppierungen in einem konstanten Ausnahmezustand zum Machterhalt der Regierung dar.

Diese Spannung entlädt sich in einer militärischen Aggressionspolitik im kurdischen Teil des Inlandes, sowie in der militärischen Expansion in vor allem kurdischen Regionen Nordsyriens.

Eine anschließende Thematisierung wird von der Repression gegen oppositionelle Journalist_Innen in der Türkei am Beispiel der Inhaftierung des österreichischen Journalisten Max Zirngast handeln.

Osman Oğuz, linker kurdischer Journalist, der seit 2016 im deutschen Exil lebt, wird in einer anschließenden Podiumsdiskussion die Verfolgung von Journalist_Innen in der Türkei darstellen.

Do. 15.11. Buchvorstellung: Partisanen einer neuen Welt – Eine Geschichte der Linken und Arbeiterbewegung in der Türkei

Buchvorstellung:

Partisanen einer neuen Welt – Eine Geschichte der Linken und Arbeiterbewegung in der Türkei

Do. 15.11.2018, 19 Uhr, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Hartkortstr.10 Leipzig

Die Geschichte der Linken in der Türkei ist hierzulande weitgehend unbekannt – zu Unrecht. Denn nur in wenigen Ländern kann auf einen so reichhaltigen Erfahrungsschatz an sozialen Kämpfen zurückgeblickt werden wie in der Türkei. Das Spektrum reicht von Streiks und Fabrikbesetzungen über den Guerillakampf bis zur spontanen Gezi-Park-Rebellion im Jahr 2013 und der Bildung von Volksräten zur Selbstverwaltung in kurdischen Städten. Doch eine Abhängigkeit von Sowjetrussland in den 20er-Jahren, Illusionen in das Militär in den 60er-Jahren, selbstzerstörerische Strömungskämpfe, Abgrenzungsschwierigkeiten gegenüber dem Kemalismus und eine Ignoranz gegenüber dem Selbstbestimmungsrecht der kurdischen Nation führten mehrfach zu tragischen Niederlagen der linken Bewegung.

Das von Nikolaus Brauns und Murat Cakir herausgegebene Buch „Partisanen einer neuen Welt“ schildert den Werdegang der Linken und ihrer Organisationen vom ausgehenden Osmanischen Reich bis in die Gegenwart, in Wechselwirkung mit der politischen und sozioökonomischen Entwicklung des Landes. Es kann so auch als eine alternative Geschichte der Türkei gelesen werden. Einzelne Kapitel befassen sich mit dem Verhältnis von Arbeit und Kapital in der gegenwärtigen Türkei, der feministischen Bewegung und der kurdischen Freiheitsbewegung.

Die Veranstaltung wird durch den FSR Geschichte, dem StuRa der HS Leipzig und die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt.

Do. 01.11. Info-Veranstaltung: Kurdisch (Kurmancî) Kurs in Leipzig für Anfänger_Innen

Do. 01.11. Info-Veranstaltung zum Kurdisch-Kurs für Anfänger_Innen

Ab Donnerstag dem 08.11. findet wöchentlich wieder ein Kurdisch (Kurmancî) Kurs in Leipzig statt.

Der Kurdisch-Sprachkurs wird als studentische Initiative durchgeführt. Der Lehrer (mamoste) ist Kurmancî-Muttersprachler und Iranist mit Schwerpunkt auf Kurdologie von der Uni Göttingen.

Es wird die meistgesprochene kurdische Sprache „Kurmancî“, die von der deutlichen Mehrheit der Kurd_Innen in den Staaten der heutigen Türkei und Syrien, aber auch von großen Teilen der Kurd_Innen im Iran und dem Irak gesprochen wird.

Dabei nutzen wir das gängige lateinische, Bedirxan-Alphabet, weshalb keine neue Schriftsprache erlernt werden muss.

Der Kurs ist ein Anfänger-Kurs mit dem Ziel des Erreichens des Europäischen Referenzrahmen für Sprachen auf dem Niveau A1 mit Heranführung an A2. Das bedeutet also Beherrschen des Alphabets, der Zahlen, Formulierungen des Kennenlernens, Floskeln und andere einfache Sätze.

Neben dem wöchentlichen Unterricht werden Hausaufgaben erledigt.

Ein Lehrbuch wird zum Unterricht genutzt werden, das wir beim Kennenlern- und Besprechungstreffen am 01.11. als Sammelbestellung bestellen werden.

Der Unterricht beginnt ab dem 8. November 2018 und wird erst mal bis zum Februar 2019 gehen.

Der Unterricht findet hier statt:

Campus der Uni Leipzig am Augustusplatz, Gebäude der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Weitere Informationen nach Anmeldung an die e-mail-Adresse unter „Kontakt“.

 

Der Kurs wird vom FSR FARAO und dem StuRa Referat Kultur unterstützt.

 

Fr. 19.10. 19:00 Vortrag: Begriff „Kurdisch“ zwischen Sprache, Unterdrückung und Aufstand

Fr. 19.10. 19 Uhr Vortrag: Begriff „Kurdisch“ zwischen Sprache, Unterdrückung und Aufstand

Uni Leipzig, Augustusplatz, Neues Seminargebäude / Seminarraum 120

An diesem Abend soll der Begriff „kurdisch“ in der Moderne behandelt werden.
Von seinem Ursprung zur Herausbildung eines ethnischen Selbstverständnis im Gegensatz zur Konstruktion einer homogenen türkischen Nation und der Kolonialpolitik des türkischen Staates in Kurdistan, die bereits vor den Kurd_Innen andere Bevölkerungsgruppen wie Armenier_Innen zum Opfer hatte.

Verschiedene Aufstände waren Ausdrücke der Herausbildung einer kurdischen Identität.

Der Vortrag behandelt damit neben dem Begriff des „Kurdischen“ und der Entwicklung der kurdischen Sprache vor allem seine politische Dimension, aber auch einen historischen Nationalismus, Rassismus und Kolonialismus des türkischen Staates, der unabhängig vom europäischen Kolonialismus entstand und bis heute in die Regierung hineinwirkt.

Mo. 15.10. 19:00 Vortrag: Widerstandsstrategien und Antikriegspositionen der [queer]feministischen Bewegungen der Türkei mit Sibel Schick

Mo. 15.10. 19:00 Uhr

Vortrag: Widerstandsstrategien und Antikriegspositionen der [queer]feministischen Bewegungen der Türkei

AG Kurdistan / Referentin: Sibel Schick / Vortrag / Uni Campus Augustusplatz / HS 12

Die Referentin Sibel Schick, Journalistin der TAZ wird die Frauen- und LGBT-Bewegung und ihren Widerstand gegen das Projekt Erdogan und die Positionierung zum Militarismus und der Kriegspolitik der türkischen Regierung darstellen, die sich in Syrien und Kurdistan entlädt.

 

Die Veranstaltung wird gefördert und unterstützt durch den Fachschaftsrat FaRaO, den Fachschaftsrat Soziologie, der Uni Leipzig, sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kritischen Einführungswoche an der Uni Leipzig statt. Ein Programm zu vielen weiteren Veranstaltungen findet ihr unter: https://kew-leipzig.de/programm/ und https://www.facebook.com/kritischeeinfuehrungswochenunileipzig/